Beitrag zur Versorgungs-sicherheit und Diversifizierung: VNG und SONATRACH schließen neuen Gasliefervertrag
VNG und der algerische Konzern SONATRACH schließen einen neuen Gasliefervertrag und setzen ihre bisherige Zusammenarbeit fort.
Berlin, 17. Juli 2026. Der Leipziger Energiekonzern VNG AG und der algerische Konzern SONATRACH haben gestern einen neuen Gasliefervertrag abgeschlossen und ihre bisherige Zusammenarbeit fortgesetzt. Die Vereinbarung stärkt die Diversifizierung der deutschen und europäischen Gasversorgung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Der neue Vertrag knüpft an die bereits bestehende Gaslieferbeziehung beider Unternehmen an. Die Lieferungen aus Algerien sollen ab 2027 beginnen und das Bezugsportfolio von VNG weiter ergänzen. Bereits seit 2024 bezieht VNG, als damals erster deutscher Importeur, Erdgas von SONATRACH.
„Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld und angesichts geopolitischer, energiepolitischer und regulatorischer Veränderungen ist eine breite und resiliente Aufstellung unserer Bezugsquellen entscheidend. Der Vertrag mit SONATRACH ist ein wichtiger Baustein, um die Versorgung unserer Kunden langfristig abzusichern und die Diversifizierung unseres Portfolios weiter voranzutreiben“, sagt Ulf Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der VNG AG.
Darüber hinaus haben VNG und SONATRACH ihre Zusammenarbeit im Juni durch ein weiteres Memorandum of Understanding (MoU) vertieft und zugleich ausgebaut, um diese nach Auslaufen eines ersten MoUs aus 2022 fortzusetzen. Das neue MoU umfasst die Prüfung von Optionen für den Aufbau von Lieferketten für Grünen Wasserstoff. Zudem sind darin gemeinsame Initiativen zur Reduzierung von Methanemissionen entlang der Gaswertschöpfungskette vorgesehen, die vor dem Hintergrund der EU-Methanemissionsverordnung stehen, deren Zielsetzung VNG ausdrücklich unterstützt. Es wird beabsichtigt, perspektivisch auch im Bereich Dekarbonisierung und Emissionsminderung stärker zusammenzuarbeiten.
„Die aktuellen regulatorischen Entwicklungen rund um die Methanemissionsminderung stellen den Markt vor neue Herausforderungen. Umso wichtiger sind verlässliche Partnerschaften und tragfähige Rahmenbedingungen, die sowohl Klimaziele als auch Versorgungssicherheit in Einklang bringen. Auch hier arbeiten wir mit unseren algerischen Partnern von SONATRACH zusammen“, so Heitmüller weiter.
„Die Partnerschaft zwischen SONATRACH und VNG ist auch ein Ergebnis unserer exzellenten Energiepartnerschaft, die seit elf Jahren zwischen Deutschland und Algerien besteht. Algerien ist für die EU der zweitwichtigste Lieferant von Pipelinegas und ein verlässlicher Partner für Deutschland. Der neue Liefervertrag stärkt die Diversifizierung der deutschen Importländer und trägt somit zur Verbesserung der Gasversorgungssicherheit bei. Gerade angesichts der geopolitischen Lage wird durch neue Gaslieferverträge die Resilienz der deutschen Gasversorgung gestärkt. Wir befürworten diese Zusammenarbeit zudem auch deshalb, weil sie über reine Gaslieferungen hinausgeht und verstärkte Kooperation in Bereichen Wissenschaft und Technik, erneuerbare Energien sowie Wasserstoff umfasst“, betont Frank Wetzel, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
„Wir begrüßen den Abschluss eines Gasliefervertrags zwischen dem algerischen Energieproduzenten SONATRACH und dem deutschen Gasversorger VNG. Dieser leistet einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung der deutschen Energieversorgung und stärkt zugleich die langfristige Energiezusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Bereits im Juni haben SONATRACH und VNG eine gemeinsame Absichtserklärung zur Methanzusammenarbeit unterzeichnet. Die Verbindung von Versorgungssicherheit und Klimaschutz unterstreicht die gemeinsame Überzeugung, dass eine nachhaltige Transformation des Energiesektors auf verlässlicher internationaler Zusammenarbeit beruht", sagt Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.
Über SONATRACH
Mehr Informationen: www.sonatrach.com